header

Behandlungsspektrum

Als Chirurgische Klinik und Poliklinik vertreten wir ein breites operatives Leistungsspektrum mit hoher fachlicher Kompetenz.

Unser wesentlicher Schwerpunkt ist die onkologische Chirurgie. Wir legen größten Wert auf eine gemeinsame Analyse der Tumorerkrankungen und fachübergreifende Festlegung des jeweils besten Vorgehens im Rahmen unserer interdisziplinären Tumorkonferenz. Hier werden nicht nur die Therapiekonzepte definiert, sondern auch in Zusammenarbeit mit den Bereichen interventionelle Radiologie, Onkologie und Strahlentherapie Behandlungsstrategien ausgearbeitet.

Onkologische Chirurgie

Besonderes Augenmerk richten wir auf folgende Erkrankungen:

  • Schilddrüsenkarzinom
  • Ösophaguskarzinom
  • Magenkarzinom
  • Pankreaskarzinom
  • Leber- und Gallengangstumoren 
  • Kolorektales Karzinom 
  • GIST (Gastrointestinale Stromatumoren)

Die individuelle Vorgehensweise sowie die Nachbehandlung werden in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz festgelegt, in dem Chirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Radiologen vertreten sind.

Schilddrüsenkarzinom (Schilddrüsenkrebs)

Schildrüsenkarzimome können in jedem Alter auftreten, vor allem aber zwischen dem vierten und fünften Lebensjahrzehnt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. In rund drei Viertel der Fälle gehen Schilddrüsenkarzinome aus den Follikelzellen der Schilddrüse hervor. Dies sind Zellen, in denen die Schilddrüsenhormone gebildet werden. Diese Tumore werden als differenzierte Karzinome bezeichnet, unter denen die papillären Karzinome am häufigsten auftreten. Besonders häufig betroffen sind junge Erwachsene im Alter von 30 bis 40 Jahren. Papilläre Karzinome bilden mitunter mehrere Tumorherde in einem oder in beiden Schilddrüsenlappen. Etwas seltener sind die follikulären Karzinome, die meist nur einzelne Knoten bilden. Sie treten besonders häufig in Jodmangelgebieten auf und betreffen vor allem Menschen im fünften Lebensjahrzehnt. Das medulläre Schilddrüsenkarzinom ist eine von den C-Zellen der Schilddrüse ausgehende Form des Schilddrüsenkarzinoms. Wir bieten eine ausgedehnte Lymphknotenausräumung am Hals als Spezialeingriff an. 

Bei Schilddrüsenkarzinomen steht die operative Behandlung an erster Stelle. In der Regel wird die gesamte Schilddrüse entfernt, wobei je nach Tumortyp und Befund eine radikale Entfernung der Lymph-Strombahnen und Lymphknoten am Hals erfolgt. Durch die vollständige Entfernung des Schilddrüsengewebes werden die Voraussetzungen für die weitere Anwendung von Radiojod geschaffen. Eine Radiojodtherapie nach der OP kann die Prognose verbessern.

Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs)

Wir behandeln sowohl gutartige Erkrankungen wie die Refluxkrankheit (Sodbrennen), die Achalsie (Öffnungsstörung des unteren Schließmuskels) als auch bösartige Tumore der Speiseröhre (Ösophaguskarzinom) bzw. des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen (Kardiakarzinom). Das zentrale Symptom einer Speiseröhrenerkrankung ist die anhaltende Schluckstörung (Dysphagie). Diese Veränderung sollte unbedingt durch einen Spezialisten abgeklärt werden. Wir bieten dazu eine eigene Funktionsdiagnostik sowie eine eigene Endoskopie.

Die Behandlung des Speiseröhrenkrebses ist aufwendig und beinhaltet meist die Vorbehandlung durch Bestrahlung und/oder Chemotherapie mit anschließender Operation. Diese Behandlungsstrategie führt bei Patienten mit fortgeschrittenem Karzinom zu einer Verbesserung der Langzeitüberlebensrate. Diese Behandlung sollte unbedingt in spezialisierten Zentren durchgeführt werden.

Je nach Vorgehensweise umfasst die Operation die Eröffnung des Brustkorbs zur Entfernung der Speiseröhre und des Bauchraums, um aus dem Magen einen Schlauch zu bilden, mit dem die Speiseröhre ersetzt werden kann. Bei Tumoren des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen kann der entsprechende Teil des Ösophagus auch ohne Eröffnung des Brustkorbes entfernt werden.

Magenkarzinom (Magenkrebs)

Hauptrisikofaktoren sind eine nitrosaminreiche Ernährung sowie eine chronische Infektion mit Helicobacter pylori. Zentrale Bedeutung in der Diagnostik hat die Magenspiegelung, bei der kleine Gewebeproben gewonnen werden. Die Ausdehnung des Tumors kann durch Endoskopie und endoskopischen Ultraschall festgestellt werden. Außerdem muss geklärt werden, ob bereits Metastasen vorliegen.

Die operative Therapie steht im Mittelpunkt. Entsprechend der Leitlinie wird in der Regel ein Großteil des Magens bzw. der komplette Magen entfernt. Zum Eingriff zählt überdies auch die vollständige Entfernung des großen Netzes und der Lymphknoten. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen wird zur Verbesserung der Prognose eine präoperative Chemotherapie durchgeführt. 

Kolorektales Karzinom (Darmkrebs)

Es gibt unterschiedliche Risikofaktoren, die zur Entstehung von Darmkrebs führen. Ursache für eine Darmentzündung können chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sein, aber auch infektiöse Ursachen oder Unverträglichkeiten. Fettreiche und ballaststoffarme Kost, Bewegungsmangel, Übergewicht, langjähriger Alkohol- und Nikotinkonsum erhöhen das Krankheitsrisiko. Bei bis zu 15 Prozent der Patienten führen genetische Faktoren zu kolorektalen Karzinomen.

Die Therapie ist vom Alter und Allgemeinzustand des Patienten abhängig sowie von Lage und Größe des Tumors und von der Ausbreitung in andere Organe. Im niedrigen Stadium können im Dick- und Enddarm Polypen bei der Darmspiegelung ohne Operation abgetragen werden. Wenn dieser Schritt nicht ausreicht,  wird eine Operation empfohlen. Bei einem großen Enddarmkrebs wird vor der Operation eine kombinierte Radiochemotherapie durchgeführt, um die Wahrscheinlichkeit auf eine komplette Tumorentfernung zu steigern. Bei einem bösartigen Tumor müssen Lymph- und Blutgefäße mitentfernt werden. Dabei ist es manchmal notwendig, einen vorübergehenden oder permanenten (in weniger als 15% der Fälle) künstlichen Darmausgang anzulegen. Bei sehr tiefen, in unmittelbarer Nähe zu Anus liegenden Mastdarmtumoren ist eine Kontinenzerhaltung in der Regel nicht mehr möglich. 

Standardoperationen beim Kolon- und Enddarmkrebs werden zum großen Teil konventionell über einen Bauchschnitt durchgeführt. Unter Zuhilfenahme der "Schlüsselllochtechnik" bzw. der minimalinvasiven Chirurgie (MIC) kann das Ausmaß des Bauchschnitts verringert werden. Die Operationsdauer beträgt je nach Art des Eingriffs etwa 2 bis 4 Stunden. 

Das Ausmaß der Erkrankung wird in die Stadien I-IV eingeteilt, wobei im Stadium I die beste und im Stadium IV die schlechteste Prognose besteht. In frühen Stadien wird auf eine zusätzliche Chemotherapie verzichtet, da die Nebenwirkungen schwerwiegender sind als der zu erwartende Nutzen. Ist eine operative Therapie nicht möglich/sinnvoll, kommt in Abhängigkeit von Allgemeinzustand, Krankheitsdynamik und Tumorlokalisation eine Chemotherapie oder Strahlentherapie in Frage. Für nicht operable Lebermetastasen kann eine lokale Verdampfung mittels Laser oder Elektrosonde erfolgen. 

Gelingt es, den Tumor frühzeitig zu erkennen und vollständig zu entfernen, bestehen sehr gute Heilungschancen. Am schlechtesten ist die Prognose, wenn ein fortgeschrittenes Tumorstadium vorliegt. Dann kann es zur Absiedlung des Tumors in andere Organe (am häufigsten Leber, Lunge und Skelett), zu starken Blutverlusten oder zum Darmverschluss kommen. Durch die verbesserte Diagnostik und moderne chirurgische Behandlung werden immer mehr Darmkrebse frühzeitig erkannt und können mit sehr gutem Erfolg behandelt werden.

GIST (Gastrointestinale Stromatumoren)

GIST können im gesamten Magen-Darm-Trakt vorkommen, am häufigsten im Magen und Dünndarm, aber auch in Speiseröhre, Dick- und Enddarm sowie im Fett- und Weichgewebe des Bauchinnenraums. Metastasen treten am ehesten in der Leber und der Bauchhöhle auf. Die Symptome variieren nach Lokalisation des Tumors und seiner Ausdehung. Die meisten Patienten verspüren eher unspezifische Beschwerden wie ein Druckgefühl im Bauch, Übelkeit, Verstopfung Blutungen oder Schluckstörungen. Da GIST nur wenige Symptome hervorrufen, sind die Tumore bei ihrer Entdeckung meist schon relativ groß. Die Größe der Tumore erlaubt keine Aussage über ihre Bösartigkeit.

Die Therapie richtet sich nach dem individuellen Befund. Grundsätzlicher Bestandteil ist die möglichst radikale operative Entfernung des Tumorgewebes sowie eine medikamentöse Therapie. Chemo- oder Strahlentherapien haben keinen Stellenwert. Mit ca. 30 GIST-Fällen pro Jahr weist unsere Klinik eine große Zentrumserfahrung auf.

Bei einem Tumor, der noch keine Tochtergeschwülste gesetzt hat, ist die chirurgische Entfernung die Therapie der Wahl. Bei fortgeschrittenen GIST wird eine so genannte multiviszerale, also mehrere Organe betreffende Resektion angestrebt. Wenn der Tumor bereits in Nachbarorgane eingebrochen ist, müssen diese Metastasen mitentfernt werden. Typische Lokalisationen für eine organübergreifende Tumorausdehnung sind Enddarm, Zwölffingerdarm oder auch bestimmte Dickdarmabschnitte, die in direkter Nähe anderer Bauchorgane liegen.

Nach kompletter Entfernung des Tumors ist in der Regel keine weitere Therapie erforderlich. Bei hohem Risiko oder besonders jungen Patienten kann eine ergänzende Therapie mit Imatinib diskutiert werden. In fortgeschritten Tumorstadien muss eine lebenslange Imatinib-Therapie erwogen werden. Bei Wiederauftreten von Tumorherden ist die Indikation zu einer erneuten Operation als grundsätzlich beste Therapieoption zu prüfen. Eine Nachsorge sollte symptomorientiert in halbjährlichem Abstand erfolgen.

Pankreaschirurgie

Die Pankreaschirurgie stellt seit Jahren einen Schwerpunkt unserer Klinik dar. Jährlich führen wir mehr als 100 Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse durch.

Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)

Es besteht nur eine Heilungschance, wenn der Tumor vollständig und mit ausreichendem Sicherheitsabstand entfernt wird. Liegt der Tumor im Bereich des Pankreasschwanzes wird die linke Hälfte der Bauchspeicheldrüse entfernt (Pankreaslinksresektion). Bei bösartigen Tumoren im Pankreaskopf ist in den meisten Fällen die Mitentfernung des Zwölffingerdarms, eines Teil des Magens, der Gallenblase und des letzten Abschnitts des Gallengangs erforderlich. Bei fortgeschrittenen Pankreastumoren bieten wir eine multimodale Therapie mit Spezialisten aus der Inneren Medizin und Strahlenmedizin an.

Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

Es besteht die Notwendigkeit einer Operation, wenn die durch die Entzündung vergrößerte und verhärtete Drüse starke Schmerzen verursacht oder den Zwölffingerdarm oder die Gallenwege einengt. In Abhängigkeit von den Veränderungen wird entweder der gestaute Teil der Bauchspeicheldrüse eingeschnitten und eine Dünndarmschlinge auf den eröffneten Pankreasgang genäht, damit der Pankreassaft direkt in den Darm abfließen kann. Oder der entzündete Teil der Bauchspeicheldrüse wird entfernt, um die umliegenden Organe zu entlasten.

Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung 

Sie heilen in den meisten Fällen (80%) unter einer Infusionstherapie folgenlos aus. Bei den seltenen schweren Formen der nekrotisierenden Pankreatitis besteht dagegen Lebensgefahr, weil der im Bauchraum aktivierte Pankreassaft zu einer Andauung des Bauchfettes und der inneren Organe führt und eine schwere Entzündungsreaktion des gesamten Körpers auslöst. Operiert werden muss in diesen Fällen, wenn große Teile der Bauchspeicheldrüse zerfallen sind und sich Bakterien in den Nekrosen eingenistet haben. Ziel der Operation ist, das abgestorbene Gewebe zu entfernen (Nekrosektomie) und den Bauchraum sauber zu spülen (Lavage). 

Gefäßchirurgie

Die Gefäßchirurgie bildet einen herausragenden Schwerpunkt der Klinik als überregionales Kompetenzzentrum des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gefäßchirurgie wird von Oberarzt Dr. Malte Weinrich geleitet und besteht aus 3 Fachärzten für Gefäßchirurgie und 2 Ausbildungsassistenten. In enger Kooperation mit den Bereichen Radiologie, Herzchirurgie, Kardiologie und Neurologie werden sämtliche Gefäßerkrankungen interdisziplinär behandelt. URIG – Universität Rostock Interdisziplinäres Gefäßzentrum – ist die Plattform für diese gemeinsame Entwicklung fachübergreifender Behandlungskonzepte.

Schwerpunkte des Arbeitsbereichs sind:

  • Versorgung von thorakalen, thorakoabdominalen und abdominalen Aortenpathologien
  • Behandlung der supraaortalen Gefäße
  • Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
  • Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms
  • Anlage von Gefäßzugängen
  • Behandlung der Varikosis
  • Gefäßverletzungen
  • Tumorchirurgie

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine sehr hartnäckige Darmerkrankung, bei der eine Operation ausschließlich auf die Behandlung von Komplikationen abzielt. Operative Strategie ist es, das Resektionsausmaß möglichst klein zu halten. Eine Operation ist in jedem Fall angezeigt bei Fisteln zwischen Darm und Blase. Außerdem kann bei folgenden Komplikationen eine Operation notwendig werden:

  • Fisteln zur Haut
  • Fisteln zwischen einzelnen Darmabschnitten
  • Fisteln vom Darm zur Scheide
  • Darmverengung
  • Entzündlicher Konglomerattumor 
  • Blutungen

Es soll nur bei den genannten Komplikationen operiert werden, wobei es dann aber keine Verzögerung geben sollte. Muss operiert werden, so darf nur so viel Darm geopfert werden wie unbedingt nötig. Es werden also durchaus chronisch-entzündliche Darmabschnitte belassen, wenn diese nicht zu ausgeprägt sind. Dieses Konzept erfordert große operative Erfahrung und eine gute Kooperation mit den Kollegen der Gastroenterologie.

Colitis ulcerosa

Die Colitis ulcerosa ist eine Erkrankung des gesamten Dickdarms bis hin zum Schließmuskel. Die Therapie der Wahl ist die Entfernung der betroffenen Darmabschnitte unter Erhaltung des Schließmuskels. Als Rektumersatz wird ein Stuhlreservoir in Form einer Dünndarmtasche gebildet (Pouch), die mit dem Schließmuskel verbunden wird. Hierdurch wird in den meisten Fällen eine normale Lebensqualität erreicht. 

Die Entscheidung zur Operation basiert auf der Entzündungsaktivität oder zielt auf die Verhinderung eines kolorektalen Karzinoms. Bei einer Krankheitsdauer von über 8 Jahren und Schleimhautveränderungen als Krebsvorstufe wird eine Operation empfohlen. Dies gilt besonders bei zusätzlichen Gallenwegsveränderungen. In der Einschätzung drohender maligner Entartung ist eine enge Zusammenarbeit mit der Gastroenterologie sowie der Pathologie etabliert. Die regelmäßige Nachsorge zum Ausschluss einer Entzündung im Pouch ist nötig.

Kinder leiden besonders unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Cortisontherapie. Gelingt es nicht, die Erkrankungen mit Medikamenten ohne wesentliche Nebenwirkungen in den Griff zu bekommen, muss zeitnah operiert werden, da sonst schwere Entwicklungsstörungen drohen.

Endokrine Chirurgie

Traditionell führen wir Operationen an folgenden endokrinen Organen durch: 

  • Schilddrüse
  • Nebenschilddrüse
  • Nebenniere
  • Endokrines Pankreas 
  • Diffuses neuroendokrines System

Wir bilden enge Kooperationen mit Endokrinologen, Nuklearmedizinern, Radiologen und Pädiatern bei der Behandlung von multiplen endokrinen Tumoren (MEN-1, MEN-2), neuroendokrinen Karzinomen (NEC) und Insulinomen. 

Schilddrüse

Gründe für eine Operation können sein:

  • Erhebliche Vergrößerung der Schilddrüse
  • Knotige Veränderungen (Ausschluss eines bösartigen Tumors)
  • Autoimmungeschehen (M. Basedow)
  • Schilddrüsenkarzinom (nachgewiesener bösartiger Tumor)

Die Vielfalt und Komplexität an Schilddrüsenerkrankungen haben in der Chirurgie zu einer zunehmenden Spezialisierung geführt. Neue operative Strategien und Methoden wie das Neuromonitoring, die Ultraschalldissektion und auch die minimalinvasisve Chirurgie haben zu einer Senkung der Komplikationsrate und zu einem besseren ästhetischen Ergebnis geführt.

Nebenschilddrüsen (NSD)

Die Nebenschilddrüsen sind etwa linsengroß und liegen doppelt paarig in enger Nachbarschaft zur Schilddrüse. Ihre Aufgabe ist die Produktion von Parathormon (PTH), das eine wichtige Funktion im Kalzium- und Phosphathaushalt hat. Die häufigste Erkrankung der Nebenschilddrüse ist der primäre Hyperparathyreoidismus (pHPT), der eine Überfunktion mit erhöhten Kalziumwerten im Blut darstellt.

Symptome eines Hyperkalzämiesyndroms sind u.a. Abgeschlagenheit, Müdigkeit, depressive Verstimmung oder Verlangsamung. Ein länger andauernder Hyperparathyreoidismus kann zu Nierensteinen, Magengeschwüren, Osteoporose oder Bauchspeicheldrüsenentzündung führen.

Eine OP sollte durchgeführt werden, wenn Symptome und Folgeerkrankungen der Nebenschilddrüse-Überfunktion bestehen und deutlich erhöhte Serum-Kalziumwerte vorliegen. Je nachdem, ob eine Ein- oder Mehrdrüsenerkrankung vorliegt, werden alle vier oder nur ein einzelnes Epithelkörperchen entfernt. Intraoperativ erfolgt dann die Kontrolle des Hormonwertes und zeigt den Erfolg der Resektion an.

Nebennieren

Die beiden Nebennieren liegen jeweils dem oberen Pol der Nieren auf und befinden sich ungefähr in Höhe des 12. Brustwirbelkörpers. Die Nebenniere ist in verschiedene Zonen gegliedert, die jeweils unterschiedliche Hormone (Mineralkortikoide, Glukokortikoide, Adrenalin, Noradrenalin) produzieren. 

Chirurgische Relevanz haben vor allem hormonaktive oder -inaktive Tumore der Nebennieren, welche gut- oder bösartig sein können. Aufgrund der komplexen Diagnostik und Indikationsstellung ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit unabdingbar.

Minimalinvasive Chirurgie

  • Laparoskopische Cholezystektomie
  • Laparoskopische Appendektomie
  • Laparoskopische Leistenbruch-OP
  • Laparoskopische Fundoplicatio 
  • Laparoskopische Darmoperationen
  • Laparoskopische Adrenalektomie
  • Adipositaschirurgie

Einen besonderen Schwerpunkt der operativen Tätigkeit unserer Klinik bildet die minimalinvasive Chirurgie, die häufig als "Schlüsselloch-Chirurgie" bezeichnet wird. Durch Einsatz moderner videoendoskopischer Techniken ist die Durchführung eines operativen Eingriffs über kleine Hautschnitte möglich. Die Vorteile gegenüber den konventionellen Verfahren bestehen nicht nur in der geringeren Narbenbildung. Durch den schonenderen Zugang sind auch Wundschmerzen vermindert, der Genesungsprozess verläuft rascher und der Krankenhausaufenthalt ist kürzer.

Neben der laparoskopischen Gallenblasen- und Blinddarmentfernung umfasst unser minimalinvasives Spektrum auch:

  • Leistenbruchoperationen
  • Eingriffe bei Entzündungen oder gutartigen Erkrankungen des Darms,
  • Operationen bei der Refluxkrankheit
  • Behandlung wegen krankhaften Übergewichts
  • Entfernung erkrankter Nebennieren 

Laparoskopische Cholezytektomie

Gallenblasensteine sind bei Ultraschalluntersuchungen gut zu erkennen. Wenn sie bisher Beschwerden verursacht haben, muss die Gallenblase nicht entfernt werden. Man sollte jedoch bedenken, dass kleine Steine sich jederzeit im Ausführungsgang einklemmen können, was eine Notfallbehandlung erfordert. Wenn ein Patient über Beschwerden klagt, die auf seine Gallenblasensteine zurückzuführen sind, sollte die Gallenblase entfernt werden. Wichtigstes Argument für die Operation ist die Vorbeugung möglicher Komplikationen wie:

  • Entzündung (Cholezystitis)
  • Vereiterung (Gallenblasenempyem)
  • Durchbruch (Perforation) mit Bauchfellentzündung (Peritonitis)
  • Gelbsucht (Verschlußikterus)
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder sehr selten
  • Darmverschluß (Gallensteinileus)

Das laparoskopische Vorgehen gilt heute als das Standardverfahren bei unkomplizierten Gallenblasensteinen. Bei Nachweis von Gallengangsteinen, aber auch bei begründetem Verdacht (erweiterter Gallengang im Ultraschall, erhöhte Gallenwerte im Blut), wird vor operativer Entfernung der Gallenblase von den Internisten der Gallengang in einer speziellen Technik (ERCP) dargestellt und vorhandene Steine entfernt.

Laparoskopische Appendektomie

Typische Zeichen sind die Empfindlichkeit im Bauchraum, Übelkeit und Erbrechen. Die Beschwerden verlagern sich in den rechten Unterbauch und ein allgemeines Krankheitsgefühl kommt hinzu. Wenn die Diagnose gestellt wird, erfolgt eine Notfalloperation. Die gefährlichste Komplikation, der Durchbruch mit Bauchfellentzündung, muss verhindert werden.

Ziel der chirurgischen Behandlung ist die operative Entfernung des Wurmfortsatzes. Ob der Einsatz der minimalinvasiven Technik sinnvoll ist, entscheidet der behandelnde Chirurg individuell. Wenn die Bauchschmerzen nicht sicher auf eine Blinddarmentzündung zurückgeführt werden können, bietet die Laparoskopie den entscheidenden Vorteil, den gesamten Bauchraum beurteilen zu können.

Laparoskopische Leistenbruch-OP

Die "Schlüssellochtechnik" zählt zu den modernen Verfahren in der Versorgung eines Leistenbruchs. Bei dem Kunststoffnetz, das hierbei eingesetzt wird, handelt es sich um gewebeverträgliche und seit vielen Jahren bewährte Implantate, die zu einer dauerhaften Verstärkung im Bereich der Bruchpforten führen.

Besonders zu empfehlen ist das minimalinvasive Vorgehen, wenn Leistenbrüche auf beiden Seiten operiert werden müssen, oder wenn nach einer Leistenschnitt-Operation sich erneut ein Bruch ausgebildet hat (Rezidiv). Neben den allgemeinen Vorteilen der minimalinvasiven Technik profitieren die Patienten vor allem davon, dass nach Abschluss der Wundheilung keine Einschränkung der körperlichen Betätigung erforderlich ist.

Laparoskopische Fundoplicatio

Bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit ergänzen sich verschiedene Behandlungsformen. Zunächst erfolgt eine medikamentöse Therapie. Bei etwa der Hälfte aller Betroffenen verläuft die Erkrankung einmalig und nur bei den übrigen Patienten ist eine Dauereinnahme von Tabletten erforderlich. Für diese kann die chirurgische Therapie eine effektive Alternative darstellen. 

Laparoskopische Darmoperationen

Die laparoskopische Darmchirurgie erfordert große chirurgische Erfahrungen und wird erst seit wenigen Jahren und nur bei ausgewählten Erkrankungen empfohlen. Dieses Vorgehen wird in unserer Klinik bspw. bei der Sigmadivertikulitis praktiziert. Auch große Polypen im Dickdarm, die nicht endoskopisch abgetragen werden können, werden ggf. über eine laparoskopisch assistierte Segmentresektion entfernt. Generell kann jeder Darmabschnitt laparoskopisch operiert bzw. entfernt werden. Entzündliche und gutartige Erkrankungen werden bei geeigneten Patienten dementsprechend versorgt.

Transplantationschirurgie

Pankreas-Nierentransplantation

Wir sind ein traditionsreiches Transplantationszentrum. Seit 1976 besteht ein erfolgreiches Nierentransplantationsprogramm. An unserem Haus konnte 1995 die erste Pankreas-Nieren-Transplantation und 1996 die erste Lebertransplantation vorgenommen werden.

Indikation für eine Pankreas-Nierentranslantation ist der Insulinmangeldiabetes (Typ-1- oder auch juveniler Diabetes), unter dem 5 bis 10 Prozent der Diabetiker leiden. Die erfolgreiche Pankreas-Nierentransplantation führt zur Befreiung von der Dialyse, von täglichen Blutzuckerkontrollen mit entsprechender Diät und Insulininjektionen, zur Verbesserung der Leitgeschwindigkeit der sensiblen und motorischen Nervenbahnen. Netzhautschäden können in ihrem Fortschreiten gestoppt und eine mögliche Erblindung verhindert werden. Insgesamt verbessert sich das subjektive Lebensgefühl mit der schwer messbaren und für jeden einzelnen Patienten unterschiedlichen Lebensqualität.

Vorbereitung zur Operation

Vor der Aufnahme auf die Warteliste im Transplantationsprogramm haben Patienten ein umfangreiches Untersuchungsprogramm zu bewältigen. Fester Bestandteil dieser Voruntersuchungen ist beispielsweise die Darstellung der Herzkranzgefäße, um ggf. eine Bypassoperation vorzuschalten und so eine Transplantation erst zu ermöglichen. Zudem müssen Kontraindikation für eine Transplantation ausgeschlossen sein, wie schwere Allgemeininfektionen (z.b. Tuberkulose oder Sepsis). Nach den Voruntersuchungen wird der Patient bei Eurotransplant angemeldet. Die Vergabe von Organen erfolgt haupsächlich nach Wartezeit, Blutgruppe, negativer Kreuzprobe und Art der Transplantation. 

Operative Technik

Die operative Technik hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Die Ableitung des Pankreassaftes in der Blase erlaubt zwar eine einfache Kontrolle, anderseits treten bei alkalischem Urin vermehrt Harnwegsinfekte auf. Bei verbesserter Immunsuppression schließen wir daher zwischenzeitlich das Zwölffingerdarmsegment an einer Dünndarmschlinge an und leiten so den aggressiven Pankreassaft in den Darm ab. Das gesamte Pankreas und das Zwölffingerdarmsegment werden über zwei Arterien versorgt. Der venöse Abfluss erfolgt über die Pfortader. Die beiden Arterien werden mit der Beckenarteriengabel des Spenders verlängert und die Beckenarterie verbunden. So kann die Pfortader direkt an eine große Darmvene angeschlossen werden, sodass das insulinhaltige Blut in die Leber fließt, wo es weiterverarbeitet wird. Früher floss dieses Blut in die große Körpervene, mit der Folge eines hohen Insulinspiegels unabhängig von der Nahrungsaufnahme.
Eine Pankreas-Nierentransplantation dauert etwa 4 bis 6 Stunden und wird in der Regel mit zwei Teams durchgeführt. Während ein Team die Organe auf einem getrennten Tisch vorbereitet, beginnt das zweite Team mit der Eröffnung der Bauchhöhle mit einem Längsmittelschnitt.

Nach der Transplantation

Mit der Transplantation beginnt eine umfangreiche medikamentöse Therapie zur Vermeidung von Infektionen und zur Immunsuppression. Die eine Abstoßung auslösenden Zellen werden durch Lymphozytenhormone behandelt. In etwa 30 Prozent der Fälle treten dennoch Abstoßungskrisen auf, die mit Kortison, Immunglobulinen oder Dosiserhöhung der Basismedikamente bewältigt werden können. In den ersten Wochen nach der Transplantation ist eine intensive Überwachung - zunächst auf der Intensiv-, dann  auf der Transplantationsstation - erforderlich. Neben Abstoßungskrisen und Infekten können viele Komplikationen auftreten, wie die medikamentös bedingte Verschlechterung der Nierenfunktion oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse bedingt durch die Ischämiezeit (Zeit zwische Organentnahme und Wiederanschluss der Gefäße). Nach durchschnittlich vier- bis sechswöchiger stationärer Behandlung können die Patienten in die ambulanten Betreuung entlassen werden. Blutwert, Blutzucker und harnpflichtige Substanzen müssen kontrolliert werden. Eine immunsuppressive Behandlung ist zeitlebens erforderlich. Neueste Studien haben eine echte Lebensverlängerung erfolgreich Pankreas-Nierentransplantierter gezeigt. Die in Rostock erziehlten Ergebnisse sind ausgezeichnet.

Lebertransplantation

Sie zählt zu den lebensrettenden Operationen mit dem Ersatz einer akut oder chronischen erkrankten und zerstörten Leber, deren Restfunktion nicht ausreicht, um das Überleben des Patienten zu gewährleisten. Die Operation sollte in der Endphase der Erkrankung erfolgen, um eine spontane Besserung oder Erfolge einer konventionellen Therapie auszunutzen. Komplikationen sind im Allgemeinen ein sicherer Hinweis, dass die Erkrankung das Endstadium erreicht hat. 

Das Indikationsspektrum reicht von bösartigen Erkrankungen über gutartige chronische Leberinsuffizienzen bis hin zur alkoholisch bedingten Leberzirrhose. Die Operation wird auch zur Verbesserung der Lebensqualität erwogen, bspw. beim nicht behandelbaren Aszites, der schweren Enzephalopahie oder der chronischen Müdigkeit. Die Implantation eines TIPS (transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt), die in Rostock in der Radiologie durchgeführt wird, ist eine Maßnahme, die ggf. unmittelbar vor einer Transplantation notwendig wird, um die Organübertragung zu ermöglichen. Mit dem Eingriff kann einer Fülle von Krankheiten begegnet werden, die in fünf große Gruppen zusammengefasst werden können:

  1. Fulminantes Leberversagen
  2. Fortgeschrittene, irreversible Leberkrankheit
  3. Metabolische Lebererkrankungen
  4. Nicht operativ entfernbare Malignome
  5. Seltene und Kontra-Indikation

Vorbereitung zur Lebertransplantation
In unserem Transplantationszentrum untersuchen und beurteilen wir den möglichst frühzeitig ambulant vorgestellten Patienten. Wir legen die präoperativen Untersuchungen fest, klären den Patienten über die Transplantation auf und erklären den weiteren Verfahrensweg, von der Anmeldung auf der Warteliste bis hin zum Transplantationstag. Während der Wartezeit befindet sich der Patient unter permanenter, nach Möglichkeit ambulanter Überwachung, wobei relevante Komplikation die Dringlichkeit der Operation erhöhen.

Komplikationen und entsprechende Therapien
Neben den üblichen postoperativen Komplikationen wie Nachblutung, Pneumonie oder Wundinfekt kann es nach der Transplantation zur Transplantationsdysfunktion kommen. Problematisch ist sie, wenn sie innerhalb der ersten fünf Tage auftritt. Dann kann sie durch einen Ischämie-Reperfusionsschaden, eine arterielle Thrombose oder, sehr selten, durch eine Abstoßung bedingt sein. Es ist entscheidend, frühzeitig die Notwendigkeit einer Retransplantation zu erkennen. Hier hat sich in unserem Zentrum das bereits intraoperativ begonnene Monitoring mit dem COLD-System und der ICG-Clearance bewährt. Damit werden Widerstände, Volumina und die Funktion der Leber ermittelt. Bei bis zu 70 Prozent der Patienten können Abstoßungsreaktion auftreten.
Bei der Nachsorge bleiben auch histologische Kontrollen durch Leberbiopsien unvermeidbar. Nach vier Wochen können eine Hepatitisinfektion, eine CMV-Infektion, biliäre Strukturen, ein Rezidiv der Grunderkrankung oder eine chronische Abstoßung auftreten.

Thoraxchirurgie

Unsere Thoraxchirurgie steht unter der Leitung von Dr. Rolf Oerter und arbeitet eng mit den Bereichen  Pneumologie, Strahlentherapie und interventionelle Radiologie zusammen. Eine integrierte Versorgung dieser Erkrankungen ist aufgrund der Komplexität und der benötigten Expertise erforderlich und bundesweit nur an wenigen Orten realisiert.

Das Bronchialkarzinom ist heute die häufigste bösartige Todesursache bei Männern und Frauen und nimmt dramatisch zu. Im Mittelpunkt klinischer Arbeit stehen folgende Krankheitsbilder:

  • Kleinzellige und nichtkleinzellige Bronchialkarzinome
  • Lungenmetastasen
  • extrapulmonale Tumore
  • Pleuramesotheliome
  • Thymuskarzinome
  • Thymome
  • Keimzelltumoren sowie 
  • Geschwülste der Brustwand und des Zwerchfells

Auf dem nichtonkologischen Gebiet beschäftigt sich unsere Klinik mit der Diagnostik und Therapie von:

  • rezidivierenden Pneumothoraces
  • Trachealstenosen
  • interstitiellen Lungenerkrankungen und 
  • Systemerkrankungen mit bronchopulmonaler Manifestation wie dem Morbus Wegener

Spezialbehandlungen

Zu unserem Leistungsspektrum zählen spezielle Untersuchungs- und Therapieverfahren, die in dieser Bandbreite nur in einem Haus der Maximalversorgung zu realisieren sind. Dazu zählen u.a.:

  • Parenchymschonende Pankreaschirurgie
  • Pankreassegment-Resektionen
  • Funktionelle Leberresektionen
  • Hypertrophie-Induktion der Leber vor ausgedehnten Resektionen
  • Transplantationschirurgie von Leber, Pankreas und Niere
  • Radio-Frequenzbehandlung von Lebertumoren (RFA)
  • Chemoembolisation der Leber
  • Virtuelle 3D-OP Planung in der Leberchirurgie
  • Intraoperative Sonografie
  • Kolorektale Fast-Track-Chirurgie
  • Minimal - invasive Hernienchirurgie (TAPP, IPOM)
  • Transanale Mikrochirurgie (TEM, STARR)
  • Nervus recurrens- Monitoring bei Schilddrüseneingriffen
  • Videoassistierte Thoraxchirurgie (VATS)
  • Nierenersatzverfahren/Hämodialyse/Hämofiltration
  • MARS- Leberdialyse
  • Lasertherapie von Tumorerkrankungen
  • Organmikrozirkulationsmessung (OPS)

Adipositaschirurgie

Unter Adipositaschirurgie oder auch bariatrischer Chirurgie versteht man die operative Behandlung eines krankhaften Übergewichts (Adipositas). Die Indikationsstellung erfolgt interdisziplinär nach ausgeschöpfter konservativer Therapie. Vorraussetzungen für eine operative Therapie sind:

  • Body-Mass-Index (BMI) > 40 oder
  • BMI > 35 und Begleiterkrankungen (Diabetes mellitus, Schlafapnoe, arterielle Hypertonie etc.)
  • Lebensalter zwischen 18-65 Jahren
  • Keine Depression (reaktive Depression aufgrund des Übergewichts ausgenommen)
  • Kein Suchtverhalten

Die chirurgische Behandlung kann durch verschiedenste Verfahren erfolgen. Zu unterscheiden sind grundsätzlich Verfahren, die über eingeschränkte Nahrungszufuhr (restriktive Verfahren - Magenband, Magenplastik) zum Tragen kommen und Verfahren, die zusätzlich in die Verstoffwechselung eingreifen (malabsorptive Verfahren - bliopankreatischer Bypass).

Weiterführende Informationen finden Sie auch hier:
www.landesverband-adipositas-mv.de
www.adipositas-rostock.beepworld.de

Diagnostisches Leistungsspektrum

Die perioperative Diagnostik wird fachübergreifend in enger Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Instituten der Universitätsmedizin Rostock durchgeführt: 

  • Sonographie, Duplexsonographie, Angiographie, MRT/CT, Röntgen (Institut für diagnostische und interventionelle für Radiologie/Zentrum für Radiologie, Prof. Dr. K.H. Hauenstein)
  • Szintigraphie, SPECT, PET (Klinik für Nuklearmedizin, Prof. Dr. B. J. Krause)
  • ERCP, Endosonographie des oberen GI-Traktes (Abt. für Gastroenterologie, Zentrum für Innere Medizin, Prof. Dr. G. Lamprecht)
  • Histologische Begutachtungen (Institut für Pathologie, Prof. Dr. A. Erbersdobler)
  • Koronarangiographie, Echocardiographie, Ergometrie (Klinik für Innere Medizin, Abt. Kardiologie, Prof. Dr. H. Ince)
  • Bronchoskopie, Lungenfunktionsanalyse (Abt. für Pneumologie, Klinik für Innere Medizin, Prof. Dr. J. Chr. Virchow)
  • Mikrobiologische Untersuchungen (Institut für Mikrobiologie, Prof. Dr. Dr. A. Podbielski)
  • Laborchemische Untersuchungen (Institut für klinische Chemie und Labormedizin)