Speiseröhren- und Magenchirurgie

Speiseröhre - Ösophagus

Die Krankheiten der Speiseröhre umfaßen gut- und bösartige Erkrankungen. Mit circa 6.000 Neuerkrankungen im Jahr ist der Speiseröhrenkrebs eher selten im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen. Typische Symptome sind Schluckstörungen (sogenannte Dysphagie) und Gewichtsabnahme, manchmal auch Heiserkeit.

Die Tumore werden fast immer im Rahmen einer Magenspiegelung festgestellt. Während die gutartigen Tumore sehr selten sind, gibt es 2 Arten von bösartigen Tumoren, die sich durch ihren feingeweblichen Ursprung unterscheiden. Bei den Plattenepithelkarzinomen sind Rauchen und Alkohol die wichtigsten Risikofaktoren, beim Adenokarzinom spielt der Reflux von Säure aus dem Magen und Übergewicht eine wichtige Rolle. Zur genauen Festlegung einer individuellen Therapie sind für den Speiseröhrenkrebs aufwendige Untersuchungen erforderlich, die sehr oft an einem Zentrum erfolgen.

Anatomie Schwerpunkt Speiseröhren- und Magen

Therapie

Die Therapie wird immer durch ein spezialisiertes Team festgelegt, das aus Chirurgen, Onkologen und Strahlentherapeuten besteht.  Da die Tumore zum Zeitpunkt der Feststellung oft schon fortgeschritten sind, werden sie durch eine Bestrahlung oder eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie „verkleinert“ und erst in einem zweiten Schritt operiert. Dadurch wird die Aussicht auf eine langfristige Heilung verbessert.

Die Operation des Speiseröhrenkrebs ist kompliziert und erfolgt immer durch einen Spezialisten, da sowohl im Brustkorb als auch im Bauchraum operiert wird. Ein ganzes Team aus Physiotherapeuten, Ernährungsmedizinern und Schmerztherapeuten begleitet den Patienten nach der Op.


Magen

Die Krankheiten des Magens umfasst gutartige Geschwüre und Tumore wie z.B. gastrointestinale Stromatumore (GIST). Die Erkrankungen werden oft durch Blutungen auffällig. Gutartige Magentumore werden fast immer direkt durch eine Operation entfernt. Anders als bei den unten beschriebenen bösartigen Tumoren können weite Teile des Magens erhalten werden.

Bösartige Tumore des Magens können in sehr frühem Stadium im Rahmen einer Magenspiegelung abgetragen werden, fortgeschrittene Tumore müssen allerdings operiert werden. Auch hier erfolgt zur Verkleinerung des Tumors vor der Operation oft eine Chemotherapie. Je nachdem in welchem Abschnitt des Magens der Tumor sitzt, kann manchmal ein Teil erhalten werden, manchmal muss der ganze Magen entfernt werden. Der Dünndarm ersetzt diesen dann. Nach einer Totalentfernung des Magens muss die Nahrungsaufnahme angepasst werden. Ein Team aus Ernährungsmedizinern berät unsere Patienten. 

 

Spezialsprechstunde Speiseröhren- und Magenchirurgie

Anmeldung:  0381 494-6006

Montag: 08:30 – 12:00 Uhr nach Vereinbarung

Team

Prof. Dr. med. Clemens Schafmayer

Direktor der Abteilung:
Univ. Prof. Dr. med. Clemens Schafmayer - MBA

PD Dr. med. habil. Maria Witte

Leitende Oberärztin:
PD Dr. med. habil. Maria Witte